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1. Oberfränkische Waldarbeitsmeisterschaft

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Aktuelles

Wettkampf mit Holz - 1. Oberfränkische Waldarbeits-meisterschaft

In sechs Wochen findet wieder ein Großereignis zum Thema Holz statt. Die Stadt richtet die ersten Oberfränkischen Waldarbeitsmeister-schaften aus.

Die Flyer sind gedruckt, Details werden besprochen, von links: Bauhofleiter Reinhard Porst, Werner Peetz, Bürgermeister Reiner Feulner, Ralf Kremer, Sandra und Gotthard Schwender

Schwarzenbach a.Wald – Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Mit Sandra und Gotthard Schwender aus Gräfendorf/Unterfranken, die Vorsitzende der Bundesregelkommission Deutschland und Präsidentin des ialc Weltverbandes, der Forstwirtschaftsmeister, wurde die Veranstaltung, die am 22. und 23. Juni stattfindet, ins Leben gerufen. Forstunternehmer Ralf Kremer hatte den Kontakt hergestellt und hilft mit, wo er kann. Die Organisation im Rathaus betreut Werner Peetz, der mit dem FrankenWALDtag die Erfahrung besitzt. Auch der städtische Bauhof ist gefragt, denn jetzt schon mussten Holzstämme antransportiert werden, die für den Kombinationsschnitt gebraucht werden.

Die fünf Disziplinen werden von den Teilnehmern an beiden Tagen den Zuschauern gezeigt. Bis dahin gibt es noch viel zu erledigen. Die Halterungen für das Zielfällen müssen eingebaut werden, Lärchenholz für’s Showschnitzen wird gebraucht, Trinas Band ist für Samstagabend schon gebucht.

Mindestens 50 Teilnehmer, die alle genügend Wettkampferfahrung haben, werden zusammen mit dem Weltmeister erwartet. Für die Disziplinen werden auch circa 30 Schiedsrichter benötigt, die ein gutes Auge haben müssen. Die Aufgaben werden in einem Punktesystem bewertet. Damit die gefällten Baumstämme nicht federn, muss streifenweise in verschiedenen Höhen Sand geschichtet werden.

Es gibt also viel zu tun. Drei Stunden dauerte die Besprechung, bis alles unter Dach und Fach war, Flyer sind auch schon gedruckt. Es wird auch ein kleines Rahmenprogramm mit Ausstellern und Aktionen für Kinder geben, die Siegerehrung ist für Sonntag um 16.30 Uhr geplant.

 

Disziplinen

Zielfällung:
Ein Baum mit Brusthöhendurchmesser wird auf einen 15 Meter entfernten Zielpfahl gefällt.

Kettenwechsel:
An der Motorsäge wird möglichst schnell die Kette gewechselt und die Schiene gewendet.

Kombinationsschnitt:
Es muss jeweils eine 3 bis 8 cm dicke Scheibe mit dem ersten Schnitt von unten und dem zweiten Schnitt von oben abgesägt werden. Die beiden Schnitte müssen sich genau in der Mitte treffen.

Präzisionsschnitt:
Zwei Stämme mit 35 cm Durchmesser liegen ebenerdig auf einem Brett, das mit Sägemehl abgedeckt ist. Jeder Stamm muss möglichst weit durchtrennt werden, ohne das Brett zu verletzen.

Entastung:
Ein Gipfelstück mit 28 bis 32 Ästen muss möglichst sauber und schnell entastet werden. Bewertet werden die Qualität der Arbeit und die Zeit.

VORANKÜNDIGUNG

 

1. Oberfränkische Waldarbeitsmeisterschaft
in Schwarzenbach a.Wald vom 22.06. bis 23.06.2019

Veranstaltungsort
Freizeitanlage an der Schützenstraße, 95131 Schwarzenbach a.Wald


Veranstalter

Verein Waldarbeitsmeisterschaften Bayern1996 e.V.
in Zusammenarbeit mit der Stadt Schwarzenbach a.Wald / Holzforum Schwarzenbach a.Wald


Aus der täglichen Arbeit der Waldarbeiter hat sich in den 70er Jahren eine Berufsmeisterschaft mit fünf Disziplinen entwickelt:

  • Zielfällung
  • Kettenwechsel
  • Kombinationsschnitt
  • Präzisionsschnitt
  • Entastung

Vom Samstag, 22. bis Sonntag, 23. Juni 2019 finden in Schwarzenbach a.Wald die 1. Oberfränkische Waldarbeitsmeisterschaft statt.

Das Handlungsgeschick mit der Motorsäge steht im Mittelpunkt der Wettbewerbe. Bewertet werden Sicherheit, Genauigkeit und Geschwindigkeit bei der Ausführung der Disziplinen. Bei den Waldarbeitsmeisterschaften entscheiden oft Zehntelmillimeter über Sieg oder Niederlage.

Weitere Informationen finden Sie hier:
Verein Waldarbeitsmeisterschaften Bayern1996 e.V.

 

Bildquelle: Verein Waldarbeitsmeisterschaften Bayern1996 e.V.

Exoten und einheimische Bäume

Der Zukunftswald in Schwarzenbach a.Wald

Es gibt viele Waldattraktionen in Bayern, der Zukunftswald mit Kiefer oder Baumhasel in der höchsten Stadt im Fankenwald gehört jetzt auch dazu

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Bürgermeister Feulner anlässlich der Einweihung des Zukunftwaldes

10 Jahre Holzforum

Sie haben noch viel vor, die Partner vom Holzforum Schwarzenbach a.Wald, von links: Leonhard Nossol (Geschäftsführer ZPR), Werner Peetz (Rathaus), Bürgermeister Reiner Feulner, Michael Stein (Lokale Aktionsgruppe Landkreis Hof) Forstdirektor Thomas Krämer, Ralf Kremer (Forstunternehmer), Frank Dietel (Geschäftsführer WBV Hof-Naila), Dominik Biller (Stadtumbaumanagement), Geschäftsleiter Bernd Schnappauf und Markus Weirich (Bayerische Staatsforsten).

Schwarzenbach a.Wald – Die Stadt hat sich vor allem mit dem FrankenWALDtag einen Namen gemacht. Nachhaltigkeit ist ein großes Thema, vor allem bei den Rohstoffen und der ist in der Region Frankenwald das Holz. Über Jahrhunderte hinweg hat es Landschaft und Menschen geprägt. Der Klimawandel hat inzwischen Spuren hinterlassen, die Wertschöpfung ist neu zu betrachten. Die Öffentlichkeit und die Privatwaldbesitzer wurden mittlerweile zum Umdenken angeregt. Deshalb hat die Stadt Schwarzenbach a.Wald das Holzforum ins Leben gerufen. Dazu gehören viele Partner, u.a. Behörden, Regional- und Wirtschaftsverbände sowie Experten der Bereiche Forst und Holz. Mit der Firma Holzeinschlag Ralf Kremer konnte der Bürgermeister einen weiteren Partner in das Gremium aufnehmen.

„Fünf erfolgreiche FrankenWaldtage, im Jahr 2018 sogar rd. 8.000 Besucher, doch das Holzforum ist noch mehr“ erwähnte Bürgermeister Reiner Feulner beim Treffen der Partner im Rathaus. Dazu gehörten zahlreiche Ausstellungen mit dem Holzbaupreis Bayern, der Klima-Holzwürfel, die Clusterbildung, ein Fachsymposium und natürlich die Internetseite über das Holzforum. „Dadurch wurden auch Fachleute aus Südkorea auf uns aufmerksam und besuchten uns im Rathaus. Man sieht also, wir haben eines bewegt.“ Schwarzenbach am Wald verbindet viel mit Wald und Holz.

Schon im Jahr 2007 wurde im Hallenbad ein Biomasseheizwerk eingebaut, das auch die Schule und weitere Wohnhäuser versorgt. Das Parkdeck mit seinen naturbelassenen Holzlatten mitten im Ort bekam sogar eine Auszeichnung. Eine Attraktion ist der Skulpturenweg mit lebensgroßen geschichtlichen Holzfiguren, der noch nicht ganz angelegte Zukunftswald soll einheimische und fremdländische Baumarten und Exoten vereinen. Ein Vorstoß für die Waldbauernschule wurde bereits gemacht. Die nächste Aktion ist die erste oberfränkische Waldarbeitsmeisterschaft mit internationaler Beteiligung auf dem Festgelände an der Schützenstraße, bei der auch der amtierende Weltmeister am Start ist.

Forstdirektor Thomas Krämer erläuterte das akute Problem mit dem Borkenkäfer und verwies auf dringende Waldhygiene. Positiv sieht er die Mitmachwelle der etwa 10.000 Waldbesitzer, die kontinuierlich beim Waldumbau mithelfen. Leider fehlen ausgebildete Forstunternehmer und geschulte Waldbesitzer und dafür wäre ein Bildungszentrum eine tolle Sache.

Aufnahme von Ralf Kremer (links) in das Holzforum Schwarzenbach a.Wald als aktives Mitglied

Vision einer Waldbauernschule

Vertreter der Stadt Schwarzenbach a.Wald, des Landratsamtes Hof, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Münchberg sowie der Privatwirtschaft haben sich an der Waldbauernschule (WBS) in Kelheim in Niederbayern über deren Strukturen und Angebote informiert.

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